1W12 merkwürdige / auffällige Gebäude in der Stadt

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1. Die windschiefe Mietskaserne in der Altstadt. Da sich niemand dafür zuständig fühlt, wird sie von unzähligen Stützbalken und Anbauten spärlich vor dem Einsturz bewahrt. Niemand weiß, wie viele Personen wirklich darin wohnen oder wer der Besitzer ist. Die meisten Passanten beschleunigen ihre Schritte, wenn sie an ihr vorbei müssen.

2. Die verlassene Kirche am Rande der Innenstadt. Irgendwann wurde sie vom Klerus aufgegeben und geschlossen. Dann hat sie ein privater Investor gekauft, mit vielen Plänen, doch geschehen ist nichts. Seit zwanzig Jahren steht das Gebäude jetzt leer und niemand weiß so genau, was darin vorgeht.

3. Das verlassene Herrenhaus auf dem Hügel. Etwas abseits am nördlichen Stadtrand, wo das Land ansteigt und in die dichten Wälder übergeht, liegt das alte Herrenhaus. Sein eigentlicher Besitzer sei vor Jahrzehnten spurlos verschwunden, erzählt man sich in der Stadt. Damals habe ein entfernter Verwandter das Anwesen geerbt, und die Alten erinnern sich noch, wie der Erbe bald darauf in die Stadt gekommen sei, um seinen neuen Besitz in Augenschein zu nehmen. Eine Nacht habe er dort oben in dem alten Haus verbracht, aber noch vor der Dämmerung soll er es fluchtartig verlassen haben und nie wieder zurück gekehrt sein. Seitdem steht das Haus allein auf dem Hügel. Einige Fenster sind eingeschlagen, das Dach scheint an vielen Stellen eingesunken. Die Städter gehen nie dorthin und behaupten, es spuke dort. Für aufgeklärtere Leute könnte es aber durchaus etwas zu holen geben, denn das Anwesen soll niemals ausgeräumt worden sein und der alte Besitzer soll eine große Bibliothek besessen haben. Viele alte Bände, manche mit durchaus zweifelhaftem Inhalt.

4. Das neue Lokal am Markt ist günstig, sauber, die Bedienung ist freundlich. Und es ist lecker. Wirklich. Sehr. Lecker.

5. Das Ballhaus. Jedes Wochenende werden hier große Feste gefeiert. Durch die milchigen Fenster sind die Tanzenden und Feiernden schemenhaft zu erkennen. Die Musik und das Stimmengewirr legen sich über die angrenzenden Gassen. Es klingt wie ein Fest das sich keiner entgehen lassen möchte. Verwunderlich, dass niemand beim Betreten des Hauses beobachtet wurde.

6. Der fehlplatzierte Palazzo. Herrliche Fresken und Flachreliefs schmücken die Fassade dieses ehrwürdigen Gebäudes. Die Pforte ist mit exotischen Holzschnitzerein verziert und bestens in Schuß gehalten. Mit seinen fünf Stockwerken überragt es alle umliegenden Gebäude am Platz. Hier lebt die Oberschicht und lässt es die Leute spüren. Mitten im Gossenviertel der Stadt …

7. Der schwarze Kubus: Ein schwarz-metallischer, monolithartiger Block (Ausmaße 5x5x5 m) auf einer kleinen Anhöhe inmitten der Stadt, der seltsamerweise beständig von einer steifen Brise umweht wird. In jeder Neumondnacht wird rituell „Der schwarze Kubus“ um das gleichnamige Gebäude aufgeführt. Für einen Tänzer dieses Tanzes öffnet sich dabei ein Tor in das Innere des Kubus, in das er oder sie tanzend für immer verschwindet. Die wenigen Male, als dieser Tanz ausfiel, wurde die Stadt von der Pest heimgesucht. Es gibt noch einen zweiten verschollenen Tanz, der weiße Kubus. Seine Wirkung auf das Gebäude ist unbekannt.

8. Die Villa der verrückten Wynn Chester: Dieses obszön große Haus, umgeben von einer verwilderten Parkanlage, soll aus mehr als 100 Räumen bestehen, die völlig verworren angelegt sind. Gänge führen ins Nichts, Türen enden vor Wänden. Das Vermögen der Familie Chester soll im Inneren verborgen sein. In den letzten Jahren drangen wagemutige Abenteurer in das Innere vor und verschwanden oder kamen wahnsinnig zurück. Sie berichten von sich verändernden Gängen und Räumen, die ihre Gefährten schluckten.

9. Der Keller: Da ist diese Hütte am Stadtwald, unweit des Weges, nicht viel mehr als eine Bretterbude. Es ist ruhig dort. Doch im alten unterirdischen Vorratsraum gibt es dieses Loch…

10. Das Haus der Witwe. Das zweistöckige Steinhaus steht etwas abseits und die alte Witwe wird nur selten gesehen. Einige Bauern und nahezu alle Jäger liefern ihr regelmäßig Lebensmittel. Doch wozu braucht sie solche Mengen Fleisch?

11. Das Instititutshaus des Professors: In Fachkreisen ist er ein renommierter und angesehener Experte. Doch in der Ortschaft reagieren die Bewohner mit Argwohn. Ständig kommen und gehen kuriose Gestalten, behandeln die Bewohner von oben herab und scheinen sich absichtlich kompliziert und geschwollen auszudrücken, sodass niemand versteht, was dort eigentlich getrieben wird. Er verbraucht Ressourcen und bietet im Gegenzug der einfachen Bevölkerung nichts an. Hass und Verleumdung gegen den Professor und seine Klientel stoßen im Ort auf einen sehr fruchtbaren Boden. Doch ist es Angst vor dem vielleicht mächtigen Unbekannten, die die Leute zurückhält, tatsächlich etwas gegen ihn zu unternehmen.

12. Das Haus mit der blauen Tür. Die Legende spricht von einem unscheinbaren, eher kleinen Haus mit einer markanten blauen Tür. Es scheint zu unterschiedlichen Zeitaltern an unterschiedlichen Orten zu stehen. Wer zufällig darauf stösst hat die einmalige Chance es zu betreten und sein jetziges Leben hinter sich zu lassen. Wer diese nicht nutzt, scheint es auf ewig zu reuen…

Autoren: DrGonzo, LarsG, McBlavak, Monty, N.Hotep, Pixellance, Stephael, Stefan (Piaget)

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Daicorion

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